Knirscherschiene in Lörrach: Ihr Schutz vor Zähneknirschen

Die Knirscherschiene ist eine bewährte Lösung gegen nächtliches Zähneknirschen und schützt Ihre Zähne effektiv vor Abrieb und Schäden. In der Zahnarztpraxis am Senser Platz in Lörrach erhalten Sie individuell angepasste Knirscherschienen, die präzise auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Ob Sie unter Bruxismus leiden oder bereits Symptome wie Kieferschmerzen oder Kopfschmerzen verspüren, eine professionell gefertigte Knirscherschiene bietet Ihnen nachhaltigen Schutz und spürbare Entlastung. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Sie wieder entspannt durchschlafen und Ihre Zahngesundheit langfristig erhalten bleibt.

Professionelle Knirscherschiene vom Zahnarzt in Lörrach

Was ist eine Knirscherschiene und wie funktioniert sie?

Eine Knirscherschiene auch Aufbissschiene oder Okklusionsschiene genannt, ist eine transparente Kunststoffschiene, die nachts zwischen die Zahnreihen eingesetzt wird. Sie verhindert den direkten Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer und schützt dadurch die Zahnsubstanz vor übermäßigem Abrieb. Die Knirscherschiene wird individuell für jeden Patienten angefertigt und passt sich perfekt an die Zahnform an, sodass sie komfortabel getragen werden kann.

Das Zähneknirschen, medizinisch Bruxismus genannt, tritt bei vielen Menschen unbewusst während des Schlafs auf. Dabei werden enorme Kräfte auf die Zähne ausgeübt, die zu erheblichen Schäden führen können. Eine Knirscherschiene wirkt wie eine Schutzbarriere: Sie fängt die Kaukräfte ab, verhindert das Aneinanderreiben der Zähne und entlastet gleichzeitig die Kiefergelenke sowie die Kaumuskulatur.

Unterschied zwischen Knirscherschiene und Aufbissschiene

Viele Patienten fragen sich, ob es einen Unterschied zwischen einer Knirscherschiene und einer Aufbissschiene gibt. Tatsächlich werden beide Begriffe häufig synonym verwendet, doch es gibt feine Unterschiede in der Anwendung. Die Knirscherschiene konzentriert sich primär auf den Schutz der Zähne vor Abrieb durch nächtliches Knirschen, während eine Aufbissschiene auch bei komplexeren Kieferproblemen und zur Behandlung von CMD eingesetzt werden kann.

Merkmal Knirscherschiene CMD-Schiene
Hauptzweck Schutz vor Zahnabrieb Behandlung von Kiefergelenksstörungen
Tragedauer Überwiegend nachts Tag und Nacht möglich
Anpassung Standardisiert adjustiert Hochindividuell adjustiert
Material Hart oder weich Meist hart

Wie wirkt eine Knirscherschiene gegen Bruxismus?

Die Knirscherschiene erfüllt mehrere wichtige Funktionen: Zum einen schafft sie einen physischen Abstand zwischen den Zahnreihen, sodass die Kauflächen nicht mehr direkt aufeinander reiben können. Zum anderen beeinflusst die Schiene die neuromuskulären Reflexe der Kaumuskulatur. Durch ihre Präsenz im Mund wird das unbewusste Knirschmuster unterbrochen, was zu einer Entspannung der überaktiven Muskulatur führt.

Warum brauchen Sie eine Knirscherschiene?

Zähneknirschen ist weit verbreitet – Studien zeigen, dass mindestens jeder zweite Mensch zeitweise mit den Zähnen knirscht oder presst. Die Ursachen sind vielfältig: Stress, psychische Belastungen, Kieferfehlstellungen oder auch Schlafstörungen können Bruxismus auslösen. Ohne Behandlung kann das nächtliche Knirschen ernsthafte Folgen haben: abgeschliffene Kauflächen, Risse im Zahnschmelz, freiliegende Zahnhälse und sogar Zahnverlust.

Eine Knirscherschiene vom Zahnarzt verhindert diese Schäden effektiv. Sie schützt nicht nur die Zähne, sondern kann auch Begleitsymptome wie morgendliche Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und Kiefergelenkschmerzen deutlich reduzieren. Besonders wichtig: Eine rechtzeitig eingesetzte Knirscherschiene erspart Ihnen teure und aufwendige Zahnbehandlungen in der Zukunft.

Symptome von Bruxismus erkennen

Viele Betroffene bemerken ihr Zähneknirschen zunächst gar nicht, da es überwiegend im Schlaf auftritt. Häufig sind es Partner, die das laute Knirschen hören, oder der Zahnarzt, der bei einer Routineuntersuchung typische Abnutzungserscheinungen feststellt. Typische Anzeichen für Bruxismus sind abgeschliffene Kauflächen, sogenannte Schlifffacetten an den Zähnen, Zahnschmelzrisse und überempfindliche Zähne.

Weitere Symptome können morgendliche Kieferschmerzen, Verspannungen der Kaumuskulatur, Kopfschmerzen im Schläfenbereich und sogar Ohrgeräusche sein. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, sollten Sie zeitnah einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

Langfristige Folgen ohne Behandlung

Unbehandeltes Zähneknirschen führt zu progressivem Zahnverschleiß. Die harte Zahnschmelzschicht wird kontinuierlich abgerieben, wodurch das darunter liegende weichere Dentin freigelegt wird. Dies erhöht nicht nur die Schmerzempfindlichkeit, sondern macht die Zähne auch anfälliger für Karies. Bei kleineren Defekten können Zahnfüllungen helfen, während größere Schäden oft hochwertige Inlays oder Onlays erfordern.

In schweren Fällen können Zähne sogar brechen oder so stark abgenutzt werden, dass sie verkürzt erscheinen. Dann sind oft Teilkronen oder vollständige Zahnkronen notwendig, um die Funktion und Ästhetik wiederherzustellen. Auch das Kiefergelenk leidet unter der dauerhaften Überbelastung und kann sich entzünden, was zu chronischen Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führt.

Wie wird eine Knirscherschiene hergestellt?

Die Herstellung einer Knirscherschiene in unserer Zahnarztpraxis in Lörrach erfolgt in mehreren präzisen Schritten. Zunächst führen wir eine gründliche Untersuchung Ihrer Zähne und Kiefergelenke durch, um das Ausmaß des Bruxismus zu beurteilen. Dabei achten wir auf Schlifffacetten, Zahnsubstanzverlust und mögliche Kiefergelenksprobleme.

Anschließend nehmen wir einen digitalen Abdruck oder eine klassische Abformung Ihres Kiefers. Dieser Abdruck dient als Grundlage für die individuelle Anfertigung Ihrer Knirscherschiene. In einem spezialisierten Dentallabor wird die Schiene aus hochwertigem, biokompatiblem PMMA-Kunststoff gefertigt. Das Material zeichnet sich durch hohe Stabilität, Langlebigkeit und ausgezeichnete Verträglichkeit aus.

Anpassung und Eingewöhnung

Bei Ihrem zweiten Termin setzen wir die fertige Knirscherschiene ein und nehmen bei Bedarf noch feine Anpassungen vor. Es ist wichtig, dass die Schiene perfekt sitzt: Sie sollte fest, aber nicht zu eng anliegen und darf an keiner Stelle drücken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Knirscherschiene richtig einsetzen und herausnehmen, und geben Ihnen wichtige Pflegehinweise.

In den ersten Tagen kann sich die Schiene noch etwas ungewohnt anfühlen. Manche Patienten spüren einen leichten Druck oder vermehrten Speichelfluss. Diese Eingewöhnungsphase ist völlig normal und dauert in der Regel nur wenige Nächte. Danach werden Sie die Knirscherschiene kaum noch wahrnehmen und können endlich wieder entspannt durchschlafen.

Knirscherschiene für Oberkiefer oder Unterkiefer?

Die Frage, ob die Knirscherschiene oben oder unten getragen werden soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Üblicherweise wird die Schiene für den Oberkiefer angefertigt, da sie dort einen besseren Halt hat und weniger stört. Bei bestimmten Kieferstellungen oder anatomischen Besonderheiten kann jedoch auch eine Unterkieferschiene sinnvoll sein.

In unserer Praxis entscheiden wir individuell, welche Lösung für Sie optimal ist. Bei der Knirscherschiene im Unterkiefer besteht der Vorteil, dass sie oft als weniger störend empfunden wird und das Sprechen weniger beeinträchtigt. Die Oberkieferschiene hingegen bietet meist eine stabilere Verankerung.

Unterschied zwischen weichen und harten Knirscherschienen

Bei Knirscherschienen unterscheidet man grundsätzlich zwischen weichen und harten Varianten. Weiche Knirscherschienen bestehen aus einem flexiblen, gummiartigen Material und bieten hohen Tragekomfort. Sie eignen sich besonders für Patienten mit leichtem bis moderatem Zähneknirschen und für die Eingewöhnungsphase.

Harte Knirscherschienen aus festem PMMA-Kunststoff sind deutlich widerstandsfähiger und bei starkem Bruxismus die bessere Wahl. Sie können höheren Belastungen standhalten, beeinflussen die Bisslage präziser und haben in der Regel eine längere Lebensdauer. Zudem können harte Schienen bei Bedarf nachgeschliffen und adjustiert werden, was bei weichen Modellen nicht möglich ist.

Vor- und Nachteile im Überblick

Weiche Knirscherschienen sind angenehm zu tragen und werden von den meisten Patienten schnell akzeptiert. Allerdings können sie bei starkem Knirschen relativ schnell durchgebissen werden und müssen dann ersetzt werden. Manche Patienten berichten auch, dass weiche Schienen das Knirschen sogar verstärken können, da sie einen zusätzlichen Kauanreiz bieten.

Harte Knirscherschienen bieten optimalen Schutz und therapeutische Wirkung. Sie sind langlebiger, präziser einstellbar und bei komplexen Kieferproblemen oft unverzichtbar. Der potenzielle Nachteil ist die längere Eingewöhnungszeit, da sich harte Schienen anfangs fremder anfühlen können. In unserer Praxis beraten wir Sie ausführlich, welche Variante für Ihre Situation am besten geeignet ist.

Adjustierte vs. nicht-adjustierte Knirscherschienen

Eine weitere wichtige Unterscheidung betrifft die Adjustierung der Schiene. Nicht-adjustierte Knirscherschienen, auch Miniplastschienen genannt, sind einfache Kunststoffüberzüge, die hauptsächlich vor weiterem Zahnabrieb schützen. Sie unterbrechen kurzfristig das Knirschmuster und führen zu einer gewissen Muskelentspannung.

Adjustierte Knirscherschienen sind deutlich aufwendiger in Herstellung und Anpassung. Bei diesen Schienen wird die ideale Kieferstellung unter Berücksichtigung der Ruhelage der Kiefergelenke präzise eingearbeitet. Sie weisen spezielle Rillen, Einkerbungen oder Erhebungen auf und können die Bisslage aktiv beeinflussen. Adjustierte Schienen sind besonders bei CMD oder komplexen Kiefergelenksproblemen die Therapie der Wahl.

Richtige Pflege und Reinigung Ihrer Knirscherschiene

Die sorgfältige Pflege Ihrer Knirscherschiene ist entscheidend für ihre Funktionsfähigkeit und Langlebigkeit. Nach jedem Tragen sollten Sie die Schiene gründlich unter fließendem Wasser abspülen, um Speichel- und Belagreste zu entfernen. Verwenden Sie dafür lauwarmes, niemals heißes Wasser, da hohe Temperaturen das Material verformen können.

Für die gründliche Reinigung empfiehlt sich eine weiche Zahnbürste und milde, unparfümierte Seife oder spezielle Prothesenreiniger. Bürsten Sie die Knirscherschiene vorsichtig von allen Seiten ab, wobei Sie besonders auf die Innenflächen achten sollten, die direkten Kontakt mit den Zähnen haben. Aggressive Zahnpasten sollten Sie vermeiden, da deren Schleifpartikel die Oberfläche aufrauen können. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen zusätzlich, Ihre Mundgesundheit optimal zu erhalten.

Wie oft sollten Sie Ihre Knirscherschiene reinigen?

Eine tägliche Reinigung Ihrer Knirscherschiene ist unerlässlich. Am besten reinigen Sie die Schiene morgens direkt nach dem Herausnehmen und abends vor dem Einsetzen. Zusätzlich zur täglichen Pflege empfiehlt sich einmal wöchentlich eine Intensivreinigung mit speziellen Reinigungstabletten für Zahnschienen.

Diese Tabletten werden in Wasser aufgelöst, und die Knirscherschiene wird für die angegebene Einwirkzeit darin eingelegt. Sie beseitigen Bakterien, Verfärbungen und unangenehme Gerüche besonders gründlich. Achten Sie darauf, die Schiene nach der Reinigung immer gut abzuspülen, bevor Sie sie wieder einsetzen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Wenn Sie Ihre Knirscherschiene nicht tragen, sollte sie in einem dafür vorgesehenen, gut belüfteten Behälter aufbewahrt werden. Bewahren Sie die Schiene niemals in geschlossenen Plastikdosen auf, da sich dort Feuchtigkeit und Bakterien sammeln können. Spezielle Aufbewahrungsboxen mit Belüftungslöchern sind ideal.

Die Haltbarkeit einer Knirscherschiene hängt von der Intensität des Knirschens und der Materialqualität ab. Bei normalem Gebrauch hält eine hochwertige Schiene etwa zwei bis fünf Jahre. Starke Knirscher benötigen möglicherweise häufiger eine neue Knirscherschiene. Bringen Sie Ihre Schiene regelmäßig zu den Kontrollterminen mit, damit wir den Zustand überprüfen können.

Knirscherschiene und Krankenkasse: Was wird übernommen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Knirscherschiene, wenn der Zahnarzt die Diagnose Bruxismus stellt und die medizinische Notwendigkeit nachweist. Die Kassenleistung umfasst eine standardmäßige, adjustierte Aufbissschiene für den Ober- oder Unterkiefer.

Nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind erweiterte Diagnoseverfahren wie eine ausführliche Funktionsanalyse, besondere Schienenformen oder höherwertige Materialien. Wenn Sie Wert auf eine besonders aufwendige CMD-Schiene oder zusätzliche diagnostische Maßnahmen legen, müssen diese Leistungen in der Regel privat gezahlt werden.

Zahnzusatzversicherung und Knirscherschiene

Viele Zahnzusatzversicherungen bieten erweiterte Leistungen für Knirscherschienen und funktionsanalytische Maßnahmen. Je nach Tarif werden nicht nur die Standardversorgung, sondern auch hochwertigere Schienenvarianten, umfassende Funktionsdiagnostik und sogar Ersatzschienen bezuschusst oder vollständig übernommen.

Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, lohnt es sich, vor Behandlungsbeginn die genauen Konditionen zu prüfen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Erstellung eines Heil- und Kostenplans, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. So erfahren Sie im Voraus, welche Kosten übernommen werden.

Was passiert, wenn die Knirscherschiene kaputt geht?

Sollte Ihre Knirscherschiene kaputt gehen oder verloren werden, kommt es darauf an, aus welchem Grund die Schiene beschädigt wurde. Wenn die Schiene aufgrund von normalem Verschleiß nach längerer Tragezeit ersetzt werden muss, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine neue Schiene.

Bei vorzeitigem Verschleiß oder Beschädigung durch unsachgemäße Handhabung kann die Kostenübernahme komplizierter sein. In manchen Fällen müssen Sie eine Zuzahlung leisten oder die Kosten zunächst selbst tragen. Wir beraten Sie gerne individuell zu den Möglichkeiten und helfen Ihnen bei der Klärung mit Ihrer Krankenkasse.

Knirscherschiene: Ergänzende Therapiemöglichkeiten

Eine Knirscherschiene behandelt primär die Symptome des Zähneknirschens, nicht aber die zugrunde liegenden Ursachen. Für einen ganzheitlichen Behandlungserfolg kann es sinnvoll sein, zusätzliche Therapiemaßnahmen zu ergreifen. Besonders bei stressbedingtem Bruxismus helfen Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Yoga.

Physiotherapeutische Behandlungen können verspannte Kaumuskeln lockern und Fehlhaltungen korrigieren. Spezielle Übungen für die Kiefermuskulatur verbessern die Beweglichkeit und reduzieren Schmerzen. Auch Wärmebehandlungen, Massagen oder Akupunktur zeigen bei manchen Patienten gute Erfolge.

Stressmanagement und Verhaltenstherapie

Da Stress eine der Hauptursachen für Zähneknirschen ist, kann ein verbessertes Stressmanagement entscheidend zur Linderung beitragen. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und bewusste Entspannungsphasen im Alltag. Manchmal hilft es auch, am Abend ein Entspannungsritual einzuführen, um den Kopf freizubekommen.

In schweren Fällen oder wenn psychische Belastungen im Vordergrund stehen, kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Therapeutische Gespräche helfen, Stressauslöser zu identifizieren und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Auch Biofeedback-Verfahren können das Bewusstsein für unbewusste Knirschmuster schärfen.

Zahnkorrekturen und Bissregulierung

Wenn Zahnfehlstellungen oder eine ungünstige Bisslage zum Knirschen beitragen, können kieferorthopädische Maßnahmen oder prothetische Versorgungen notwendig sein. Fehlende Zähne sollten durch Zahnersatz ergänzt werden, um die gleichmäßige Druckverteilung wiederherzustellen. In manchen Fällen können auch Zahnimplantate die optimale Lösung sein.

Auch kleine Unebenheiten im Biss können durch gezieltes Einschleifen ausgeglichen werden. In unserer Praxis analysieren wir Ihre individuelle Situation und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der alle relevanten Aspekte berücksichtigt.

Knirscherschiene vs. Schnarchschiene: Die Unterschiede

Viele Patienten fragen sich, ob eine Knirscherschiene auch gegen Schnarchen hilft oder ob es spezielle Schnarchschienen gibt. Tatsächlich handelt es sich um zwei unterschiedliche Schienen mit verschiedenen Funktionsprinzipien. Eine Knirscherschiene schützt die Zähne vor Abrieb und entlastet die Kiefermuskulatur, beeinflusst aber nicht die Atemwege.

Eine Schnarchschiene hingegen, auch Unterkiefer-Protrusionsschiene genannt, verlagert den Unterkiefer leicht nach vorne. Dadurch werden die Atemwege geweitet, was das Schnarchen reduzieren kann. Diese Schienen werden speziell bei schlafbezogenen Atmungsstörungen eingesetzt und unterscheiden sich konstruktiv deutlich von Knirscherschienen.

CMD-Schiene: Wenn mehr als nur Knirschen das Problem ist

Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine komplexe Funktionsstörung des Kausystems, die weit über einfaches Zähneknirschen hinausgeht. Bei CMD sind das Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen gestört, was zu vielfältigen Beschwerden führen kann: Kiefergelenkschmerzen, eingeschränkte Mundöffnung, Knacken im Kiefergelenk, Kopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen, Ohrgeräusche oder Schwindel.

Eine CMD-Schiene ist eine speziell adjustierte, meist harte Aufbissschiene, die nicht nur die Zähne schützt, sondern aktiv die Kieferstellung korrigiert und das gesamte Kausystem harmonisiert. Sie wird nach ausführlicher Funktionsanalyse individuell angefertigt und muss regelmäßig nachjustiert werden. Oft ist auch eine begleitende Zahnfleischbehandlung sinnvoll, da CMD und Parodontitis sich gegenseitig beeinflussen können.

Unterschied CMD-Schiene und Knirscherschiene

Der Hauptunterschied zwischen einer CMD-Schiene und einer einfachen Knirscherschiene liegt in der Komplexität der Anpassung und den therapeutischen Zielen. Während eine Knirscherschiene primär vor Zahnabrieb schützt und die Muskulatur entspannt, greift eine CMD-Schiene aktiv in die Kieferfunktion ein.

CMD-Schienen werden meist nach umfangreicher Funktionsdiagnostik hergestellt, bei der Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Bisslage genau analysiert werden. Die Schiene weist präzise Kontaktpunkte auf, die die ideale Kieferposition unterstützen. Sie erfordert engmaschige Kontrollen und Anpassungen durch den Zahnarzt.

Wann ist eine CMD-Therapie notwendig?

Wenn Sie neben Zähneknirschen weitere Symptome wie Kiefergelenkschmerzen, eingeschränkte Mundöffnung, häufige Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen bemerken, sollte eine CMD-Diagnostik durchgeführt werden. Auch ein hörbares oder spürbares Knacken im Kiefergelenk kann ein Hinweis auf CMD sein.

Die CMD-Therapie ist meist interdisziplinär ausgerichtet und kann neben der Schienentherapie auch Physiotherapie, Osteopathie oder in komplexen Fällen sogar kieferchirurgische Eingriffe umfassen. In unserer Praxis klären wir Sie umfassend über die Möglichkeiten auf und koordinieren bei Bedarf die Zusammenarbeit mit Spezialisten.

Ästhetische Lösungen bei Knirsch-Schäden

Wenn durch jahrelanges Zähneknirschen bereits deutliche ästhetische Beeinträchtigungen entstanden sind, bieten wir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an. Bei abgeschliffenen Frontzähnen können Veneers – hauchdünne Keramikschalen – das ursprüngliche Aussehen wiederherstellen. Sie werden auf die Zahnfront aufgebracht und kaschieren Verfärbungen, Risse oder Abnutzungserscheinungen.

Für dunkel verfärbte Zähne kann auch ein Bleaching in Kombination mit anderen Maßnahmen sinnvoll sein. Bei stärkeren Schäden im Seitenzahnbereich bieten sich hochwertige keramische Restaurationen an. Wichtig ist, dass vor jeder ästhetischen Behandlung die Knirscherschiene optimal angepasst ist, damit die neuen Versorgungen geschützt bleiben.

Präventive Maßnahmen für langfristige Zahngesundheit

Neben der Knirscherschiene spielt die regelmäßige Prophylaxe eine zentrale Rolle für Ihre Zahngesundheit. Durch professionelle Zahnreinigungen und individuelle Vorsorgeprogramme stellen wir sicher, dass Ihre Zähne optimal geschützt sind. Wir kontrollieren dabei auch regelmäßig Ihre Knirscherschiene und achten auf eventuelle Verschleißerscheinungen.

Besonders bei Patienten mit Bruxismus empfehlen wir engmaschigere Kontrollintervalle, um Schäden frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine ganzheitliche Betreuung umfasst die Schienentherapie, präventive Maßnahmen und bei Bedarf restaurative Behandlungen.

Häufig gestellte Fragen zur Knirscherschiene

Eine gut angepasste Knirscherschiene verursacht keine Schmerzen. In den ersten Nächten kann ein leichter Druckgefühl oder vermehrter Speichelfluss auftreten, was aber normal ist und nach kurzer Eingewöhnung verschwindet. Wenn die Schiene dauerhaft Schmerzen oder Druckstellen verursacht, sollte sie nachjustiert werden.

Mit einer Knirscherschiene zu sprechen ist möglich, klingt aber etwas undeutlich. Da die Schiene hauptsächlich nachts getragen wird, stellt dies normalerweise kein Problem dar. Sollten Sie die Schiene tagsüber tragen müssen, gewöhnen Sie sich in der Regel schnell daran und können relativ normal sprechen.

Eine klassische Knirscherschiene hilft nicht gegen Schnarchen, da sie die Atemwege nicht beeinflusst. Für Schnarchprobleme gibt es spezielle Schnarchschienen, die den Unterkiefer nach vorne verlagern. Bei kombinierten Problemen sollten Sie sich individuell beraten lassen.

Reinigen Sie Ihre Knirscherschiene täglich mit einer weichen Zahnbürste und milder Seife unter lauwarmem Wasser. Einmal wöchentlich sollten Sie spezielle Reinigungstabletten verwenden. Vermeiden Sie heißes Wasser, aggressive Reinigungsmittel und normale Zahnpasta, da diese das Material beschädigen können.

Wenn Sie die Knirscherschiene nicht tragen, geht das Zähneknirschen ungehindert weiter und Ihre Zähne werden weiter abgenutzt. Die Beschwerden wie Kieferschmerzen und Kopfschmerzen können sich verstärken. Langfristig drohen ernsthafte Zahnschäden, die teure Behandlungen erforderlich machen.

Eine korrekt angepasste Knirscherschiene verschiebt den Kiefer nicht dauerhaft. Sie unterstützt vielmehr eine physiologisch günstige Kieferposition. In seltenen Fällen kann es nach längerem Tragen zu temporären Bissveränderungen kommen, die sich nach kurzer Zeit ohne Schiene wieder normalisieren.

Patient mit Zähneknirschen und Kieferschmerzen in Lörrach

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in der Zahnarztpraxis am Senser Platz in Lörrach

Eine individuell angepasste Knirscherschiene schützt Ihre Zähne effektiv vor den Folgen des nächtlichen Zähneknirschens.

In unserer modernen Zahnarztpraxis in Lörrach beraten wir Sie umfassend zu allen Aspekten der Schienentherapie und fertigen Ihre Knirscherschiene mit höchster Präzision an. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und modernster Technik.

Kontaktieren Sie uns noch heute und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!

Externe Informationsquellen:

Wenn Sie sich tiefergehend informieren möchten, empfehlen wir Ihnen diese Quellen: