Schienentherapie in Lörrach: Effektive Behandlung bei Kiefergelenksproblemen

Die Schienentherapie ist eine bewährte zahnmedizinische Behandlungsmethode bei Funktionsstörungen des Kausystems. In der Zahnarztpraxis am Senser Platz in Lörrach bieten wir Ihnen individuell angepasste Zahnschienen zur Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen (CMD), Zähneknirschen und Kiefergelenkbeschwerden.

Wie hilft Ihnen die Schienentherapie?

Eine professionelle Schienentherapie beim Zahnarzt lindert Schmerzen und entspannt die Muskulatur. Darüber hinaus verhindert sie langfristige Schäden am Kausystem. Ob Sie unter Kiefergelenkschmerzen, Kopfschmerzen oder Verspannungen leiden – wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan für Ihre Beschwerden.

Kieferorthopädische Schienentherapie mit Aligner beim Zahnarzt Lörrach

Was ist Schienentherapie und wie funktioniert sie?

Die Schienentherapie ist ein zentrales Behandlungskonzept in der modernen Zahnmedizin zur Behandlung von Funktionsstörungen im Kausystem. Dabei setzen wir individuell angefertigte Aufbissschienen aus biokompatiblem Kunststoff ein. Diese werden auf Ihre Zähne aufgesetzt und harmonisieren das Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen.

Ziele der Schienentherapie beim Zahnarzt

Die Schienentherapie verfolgt mehrere wichtige Ziele. Zunächst erreichen wir eine neuromuskuläre Entspannung Ihres Kausystems. Gleichzeitig optimieren wir die Biomechanik Ihres Kiefers. Bei der Schienentherapie wirkt eine transparente Kunststoffschiene wie ein Puffer zwischen Ober- und Unterkiefer.

Wissenschaftlich fundierte Behandlung

Sie verhindert schädliche Zahnkontakte und beeinflusst die Muskelaktivität positiv. Dadurch entlasten wir überbelastete Strukturen wirksam. Wissenschaftliche Studien zeigen eindeutig: Mit individuell gefertigten adjustierten Schienen erzielen wir signifikante Verbesserungen bei CMD-Symptomen.

Unterschied zwischen Schienentherapie und Knirscherschiene

Viele Patienten fragen sich, worin der Unterschied zwischen einer allgemeinen Schienentherapie und einer einfachen Knirscherschiene besteht. Die Knirscherschiene ist eine spezielle Form der Schienentherapie, die primär dem Schutz der Zähne vor Abrieb durch nächtliches Knirschen dient. Die Schienentherapie umfasst jedoch ein deutlich breiteres Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten und addressiert komplexe Funktionsstörungen des gesamten Kausystems.

Merkmal Knirscherschiene CMD-Schienentherapie Aligner-Schienentherapie
Hauptziel Zahnschutz vor Abrieb Behandlung von Funktionsstörungen Kieferorthopädische Korrektur
Komplexität Einfach Hochkomplex Mittel bis komplex
Anpassungsaufwand Standardisiert Funktionsanalytisch adjustiert Digitale Planung
Tragedauer Überwiegend nachts Tag und/oder Nacht Ganztägig (außer beim Essen)

Wie wirkt die Schienentherapie auf das Kausystem?

Die Schienentherapie wirkt auf mehreren Ebenen: Zum einen schafft die Schiene einen definierten Abstand zwischen den Zahnreihen und hebt störende Zahnkontakte auf. Dies führt zur Entspannung der hyperaktiven Kaumuskulatur. Zum anderen beeinflusst die Schiene die Position des Unterkiefers und kann ihn in eine physiologisch günstige Lage führen. Die neuromuskulären Reflexe werden moduliert, was zu einer Reorganisation der Bewegungsmuster führt.

Wann ist eine Schienentherapie notwendig?

Eine Schienentherapie ist bei verschiedenen Funktionsstörungen des Kausystems indiziert. Die häufigsten Gründe für eine Schienentherapie beim Zahnarzt sind craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD), chronisches Zähneknirschen (Bruxismus), Kiefergelenkbeschwerden und muskuläre Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich. Auch vor umfangreichen prothetischen Versorgungen oder kieferorthopädischen Behandlungen kann eine Schienentherapie sinnvoll sein, um eine stabile Ausgangssituation zu schaffen.

Studien zeigen, dass in Deutschland bis zu 80% aller Menschen geringfügige Störungen der Kaufunktion aufweisen. In etwa 5% der Fälle sind die Beschwerden jedoch so stark, dass eine gezielte Behandlung notwendig wird. Die Schienentherapie bietet hier eine nicht-invasive, reversible Behandlungsoption, die ohne bleibende Veränderungen an der Zahnsubstanz auskommt.

Typische Symptome für CMD und Funktionsstörungen

Die Symptome einer craniomandibulären Dysfunktion sind vielfältig und oft unspezifisch. Typische Anzeichen sind Kiefergelenkschmerzen, eingeschränkte Mundöffnung, Knacken oder Reiben im Kiefergelenk beim Öffnen und Schließen des Mundes. Viele Patienten berichten auch über morgendliche Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerzen im Schläfenbereich, Nackenverspannungen und Schulterschmerzen.

Weitere Symptome können Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen ohne organischen Befund, Schwindelgefühle und sogar Sehstörungen sein. Auch Zahnschmerzen ohne erkennbare zahnmedizinische Ursache können auf eine Funktionsstörung hinweisen. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich bemerken, sollten Sie eine Funktionsanalyse in unserer Praxis durchführen lassen.

Ursachen von Kiefergelenksproblemen

Die Ursachen für Funktionsstörungen des Kausystems sind multifaktoriell. Häufig liegen Okklusionsstörungen vor, also ein gestörter Zusammenbiss der Zähne. Diese können durch Zahnfehlstellungen, gekippte oder gewanderte Zähne, fehlende Zähne, fehlerhaften Zahnersatz oder unzureichende kieferorthopädische Behandlungen entstehen. Auch traumatische Ereignisse, Operationen im Kieferbereich oder Tumore können zu Funktionsstörungen führen.

Ein wesentlicher Faktor ist psychoemotionaler Stress. Belastungen im beruflichen oder privaten Bereich führen zu muskulären Verspannungen, die sich häufig im Kauapparat manifestieren. Viele Menschen verarbeiten Stress unbewusst durch Zähneknirschen oder -pressen, was langfristig zu massiven Problemen führen kann. Die Schienentherapie behandelt zwar nicht die psychischen Ursachen, kann aber die körperlichen Symptome deutlich lindern.

CMD-Schienentherapie: Spezialisierte Behandlung bei komplexen Fällen

Die CMD-Schienentherapie ist eine hochspezialisierte Form der Schienenbehandlung für Patienten mit ausgeprägten craniomandibulären Dysfunktionen. Sie basiert auf einer umfassenden Funktionsanalyse. Anschließend fertigen wir eine präzise adjustierte Aufbissschiene an, die individuell auf Ihre Problematik abgestimmt ist.

Präzise Anpassung durch Spezialisten

Die CMD-Schienentherapie erfordert engmaschige Kontrollen und regelmäßige Anpassungen. Deshalb arbeiten wir mit speziell fortgebildeten Zahnärzten zusammen. Im Gegensatz zur einfachen Knirscherschiene korrigieren und stabilisieren wir bei der CMD-Schienentherapie die Position Ihres Unterkiefers aktiv.

Wie die CMD-Schiene wirkt

Die Schiene weist spezielle Kontaktpunkte und Führungsflächen auf. Diese leiten Ihr Kiefergelenk in eine physiologisch günstige Position. Dadurch lindern wir nicht nur Symptome, sondern erreichen auch strukturelle Verbesserungen in Ihrem Kausystem. Somit bietet die CMD-Schienentherapie eine nachhaltige Lösung für komplexe Kieferprobleme.

Funktionsanalyse als Grundlage der CMD-Schienentherapie

Die Funktionsanalyse ist die unverzichtbare Grundlage jeder erfolgreichen CMD-Schienentherapie. Sie besteht aus zwei wichtigen Komponenten: der klinischen (manuellen) Funktionsanalyse und der instrumentellen Funktionsanalyse.

Klinische Untersuchung Ihres Kausystems

Bei der klinischen Untersuchung untersuchen wir Ihre Kaumuskulatur, die Kiefergelenke und die Zahnkontakte manuell. Dabei prüfen wir die Beweglichkeit Ihres Kiefers. Anschließend tasten wir nach schmerzhaften Muskelverhärtungen und analysieren Ihre Bisslage.

Instrumentelle Diagnostik für präzise Ergebnisse

Die instrumentelle Funktionsanalyse nutzt technische Hilfsmittel wie Artikulatoren und Axiographen. Mit hochpräzisen Zahnmodellen simulieren und analysieren wir Ihren Biss im Labor. Dabei zeichnet die Axiographie die Bewegungen Ihrer Kiefergelenke auf. Somit machen wir Bewegungseinschränkungen oder Asymmetrien sichtbar. Diese Daten fließen in die Herstellung Ihrer Schienentherapie-Schiene ein und ermöglichen eine präzise Anpassung.

DROS-Schiene und andere adjustierte Aufbissschienen

Zu den bewährten adjustierten Aufbissschienen gehört die DROS-Schiene (Diagnostische, Relaxierende, Orientierende, Stabilisierende Schiene). Dieses standardisierte Therapiekonzept wird speziell für die Behandlung von CMD und als Vorbehandlung vor umfangreichen Zahnersatzversorgungen eingesetzt. Die DROS-Schienentherapie erfolgt in zwei Phasen: In der ersten Phase bewirkt die Schiene eine Muskelentspannung und hebt Fehlkontakte auf. In der zweiten Phase orientiert sich der Unterkiefer in seine physiologische Position.

Weitere bewährte Schienenformen sind die Michigan-Schiene, die Äquilibrierungsschiene und die Zentrikschiene. Welche Schiene für Sie am besten geeignet ist, entscheiden wir nach ausführlicher Diagnostik und in Abstimmung mit Ihren individuellen Bedürfnissen. In unserer Praxis arbeiten wir mit erfahrenen Dentallaboren zusammen, die auf die Herstellung funktionstherapeutischer Schienen spezialisiert sind.

Kieferorthopädische Schienentherapie: Aligner für gerade Zähne

Die kieferorthopädische Schienentherapie mit Alignern ist eine moderne Alternative zur klassischen Zahnspange. Bei dieser Form der Schienentherapie werden durchsichtige Kunststoffschienen verwendet, um Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Die Aligner-Schienentherapie eignet sich besonders für leichte bis mittelschwere Fehlstellungen im Front- und Seitenzahnbereich und ist bei Erwachsenen sehr beliebt, da sie nahezu unsichtbar ist.

Die Aligner-Schienentherapie basiert auf digitaler Planung. Mit modernster 3D-Technologie wird der Behandlungsverlauf im Voraus simuliert und ein individueller Satz von Schienen angefertigt. Jede Schiene wird etwa zwei Wochen getragen und bewegt die Zähne schrittweise in die gewünschte Position. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt je nach Ausgangssituation zwischen zwei und acht Monaten.

Invisalign und andere Aligner-Systeme

Invisalign ist eines der bekanntesten Systeme für die kieferorthopädische Schienentherapie. Daneben gibt es weitere hochwertige Aligner-Systeme, die wir in unserer Praxis einsetzen. Die Vorteile der Aligner-Schienentherapie liegen auf der Hand: Die Schienen sind nahezu unsichtbar, herausnehmbar zum Essen und zur Zahnpflege, komfortabel zu tragen und führen zu vorhersehbaren Ergebnissen.

Nach Abschluss der aktiven Behandlungsphase ist eine Retentionsphase erforderlich, um das Ergebnis zu stabilisieren. Hierfür werden spezielle Retainer-Schienen nachts getragen oder feine Drähte hinter den Zähnen befestigt. Ohne diese Stabilisierung können die Zähne wieder in ihre ursprüngliche Position zurückwandern.

Unterschied zwischen therapeutischen und kieferorthopädischen Schienen

Während therapeutische Schienen wie die CMD-Schiene primär der Behandlung von Funktionsstörungen dienen, zielt die kieferorthopädische Schienentherapie auf die Korrektur von Zahnfehlstellungen ab. Therapeutische Schienen verändern die Position der Zähne nicht dauerhaft, sondern beeinflussen die Kieferposition und Muskelspannung. Kieferorthopädische Schienen hingegen bewegen die Zähne aktiv durch kontinuierlichen Druck in die gewünschte Richtung.

In manchen Fällen können beide Therapieformen kombiniert werden. Bei Patienten mit Zahnfehlstellungen und gleichzeitiger CMD kann zunächst eine therapeutische Schienentherapie erfolgen, um eine stabile Kieferposition zu finden, bevor anschließend die kieferorthopädische Korrektur durchgeführt wird.

Ablauf der Schienentherapie in unserer Praxis

Die Schienentherapie in der Zahnarztpraxis am Senser Platz erfolgt nach einem strukturierten Behandlungsablauf. Am Anfang steht immer eine umfassende Diagnostik mit ausführlichem Anamnesegespräch und klinischer Untersuchung. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Beschwerden zu verstehen und mögliche Ursachen zu identifizieren. Je nach Befund erfolgt eine erweiterte Funktionsanalyse mit instrumentellen Verfahren.

Anschließend nehmen wir präzise Abdrücke oder digitale Scans Ihrer Kiefer. Diese dienen als Grundlage für die Herstellung Ihrer individuellen Therapieschiene im Dentallabor. Bei der Eingliederung der Schiene erklären wir Ihnen ausführlich die Handhabung, Tragedauer und Pflege. Regelmäßige Kontrollen in unserer Praxis stellen sicher, dass die Schienentherapie optimal wirkt und bei Bedarf Anpassungen vorgenommen werden können.

Herstellung der individuellen Therapieschiene

Die Herstellung einer Therapieschiene für die Schienentherapie ist ein hochpräziser Prozess. Auf Basis der Kieferabdrücke werden zunächst Gipsmodelle angefertigt, die in einen Artikulator montiert werden. Dieser Kausimulator ahmt Ihre individuellen Kieferbewegungen nach. Bei adjustierten Schienen werden nun die Kontaktpunkte und Führungsflächen unter Berücksichtigung der Funktionsanalysedaten eingeschliffen.

Die Schiene selbst wird aus PMMA-Kunststoff im Tiefziehverfahren oder im Gussverfahren hergestellt. PMMA zeichnet sich durch hohe Stabilität, gute Verträglichkeit und Langlebigkeit aus. Die fertige Schiene wird poliert und erhält eine glatte Oberfläche, die angenehm zu tragen ist. Die gesamte Herstellung dauert etwa eine bis zwei Wochen.

Eingewöhnung und Tragedauer

Die Eingewöhnung an eine Therapieschiene dauert in der Regel wenige Tage bis zwei Wochen. Anfangs kann die Schiene sich fremd anfühlen, vermehrten Speichelfluss auslösen oder das Sprechen leicht beeinträchtigen. Diese Phänomene sind völlig normal und verschwinden mit zunehmender Gewöhnung. Manche Patienten spüren in den ersten Tagen auch einen leichten Druckgefühl oder Muskelkater, was zeigt, dass die Schienentherapie wirkt.

Die Tragedauer hängt von der Art der Schiene und der Schwere der Funktionsstörung ab. Knirscherschienen werden üblicherweise nur nachts getragen. CMD-Schienen können je nach Behandlungsphase auch tagsüber erforderlich sein. Bei der kieferorthopädischen Schienentherapie mit Alignern sollten die Schienen mindestens 20-22 Stunden täglich getragen werden. Nur konsequentes Tragen führt zum gewünschten Therapieerfolg.

Schienentherapie Kosten und Kostenübernahme

Die Schienentherapie Kosten variieren je nach Art der Schiene und dem erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Aufwand. Eine einfache Knirscherschiene übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel komplett. Sie zahlen als Patient normalerweise keine Eigenkosten.

Kosten für umfassende CMD-Behandlung

Allerdings ist diese Standardversorgung nicht adjustiert. Bei komplexen Funktionsstörungen reicht sie oft nicht aus. Für eine umfassende CMD-Schienentherapie mit Funktionsanalyse müssen Sie mit Eigenanteilen rechnen. Die klinische und instrumentelle Funktionsanalyse kostet etwa 150 bis 300 Euro. Darüber hinaus schlägt die Herstellung einer hochwertigen adjustierten Aufbissschiene mit etwa 500 bis 800 Euro zu Buche.

Gesamtkosten der Behandlung

Für eine vollständige CMD-Behandlung entstehen Gesamtkosten von 1.500 bis 3.000 Euro. Diese umfassen Funktionsanalyse, Schienenherstellung und Folgetermine. Dennoch lohnt sich diese Investition: Sie vermeiden damit teure Folgeschäden und verbessern Ihre Lebensqualität nachhaltig.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine einfache, nicht-adjustierte Aufbissschiene bei der Diagnose Bruxismus etwa alle zwei Jahre. Diese Kassenleistung umfasst die Abdrucknahme, Schienenherstellung und Eingliederung. Nicht erstattungsfähig sind erweiterte funktionsanalytische Maßnahmen, adjustierte Schienen mit besonderen Anpassungen oder häufigere Neuanfertigungen.

Private Krankenversicherungen und Zahnzusatzversicherungen bieten oft erweiterte Leistungen für die Schienentherapie. Viele Tarife übernehmen auch Funktionsanalysen, adjustierte CMD-Schienen und Folgebehandlungen. Es lohnt sich, vor Behandlungsbeginn die genauen Konditionen Ihrer Versicherung zu prüfen. Wir erstellen Ihnen gerne einen detaillierten Heil- und Kostenplan, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können.

Kostenübernahme bei kieferorthopädischer Schienentherapie

Die Aligner-Schienentherapie zur kieferorthopädischen Korrektur ist in der Regel keine Kassenleistung für Erwachsene. Die Kosten müssen privat getragen werden und liegen je nach Umfang der Behandlung zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen mit schweren Fehlstellungen können kieferorthopädische Behandlungen von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst werden, allerdings meist nicht mit transparenten Alignern.

Einige Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen. Die Erstattungshöhe variiert je nach Tarif stark. Bei medizinisch indizierten Fehlstellungen, die zu Funktionsstörungen führen, kann manchmal eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erreicht werden.

Pflege und Wartung Ihrer Therapieschiene

Die sorgfältige Pflege Ihrer Therapieschiene ist entscheidend für deren Funktionsfähigkeit, Haltbarkeit und hygienisches Tragegefühl. Nach jedem Tragen sollten Sie die Schiene gründlich unter fließendem lauwarmem Wasser abspülen. Verwenden Sie niemals heißes Wasser, da dies den Kunststoff verformen kann. Für die tägliche Reinigung von Zahnschienen eignet sich eine weiche Zahnbürste mit milder Seife oder speziellen Prothesenreinigern.

Einmal wöchentlich empfiehlt sich eine Intensivreinigung mit speziellen Reinigungstabletten für Zahnschienen. Diese beseitigen Bakterien, Beläge und Verfärbungen besonders gründlich. Legen Sie die Schiene für die angegebene Einwirkzeit in die Reinigungslösung ein und spülen Sie sie anschließend gründlich ab. Aggressive Zahnpasten sollten Sie vermeiden, da deren Schleifpartikel die Oberfläche aufrauen können.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Wenn Sie Ihre Therapieschiene nicht tragen, bewahren Sie sie in einem gut belüfteten Behälter auf. Spezielle Aufbewahrungsboxen mit Belüftungslöchern verhindern Feuchtigkeitsansammlungen und Bakterienwachstum. Lagern Sie die Schiene kühl und trocken, aber niemals in direktem Sonnenlicht oder in der Nähe von Hitzequellen. Auch im Auto sollten Sie die Schiene nicht liegen lassen, da dort hohe Temperaturen entstehen können.

Die Haltbarkeit einer Therapieschiene hängt von der Belastung und Pflege ab. Knirscherschienen bei starkem Bruxismus müssen oft nach ein bis zwei Jahren ersetzt werden. Adjustierte CMD-Schienen können bei guter Pflege drei bis fünf Jahre halten. Bringen Sie Ihre Schiene regelmäßig zu den Kontrollterminen mit, damit wir Verschleißerscheinungen rechtzeitig erkennen können.

Wann muss die Schiene angepasst oder erneuert werden?

Eine Anpassung oder Erneuerung der Therapieschiene ist notwendig, wenn sie Risse, Löcher oder starke Abnutzungserscheinungen aufweist. Auch wenn die Schiene nicht mehr richtig passt, zu locker sitzt oder Druckstellen verursacht, sollte sie überprüft werden. Nach zahnmedizinischen Veränderungen wie neuen Füllungen, Kronen oder Zahnextraktionen muss die Schiene meist neu angepasst werden.

Bei der CMD-Schienentherapie sind regelmäßige Anpassungen Teil des Behandlungskonzepts. Mit fortschreitender Therapie verändert sich die Kieferposition, und die Schiene muss entsprechend nachjustiert werden. Diese Feineinstellungen sind wichtig für den Behandlungserfolg und werden bei den Kontrollterminen vorgenommen.

Erfolgsaussichten und Langzeitprognose

Die Erfolgsaussichten der Schienentherapie sind bei korrekter Indikation und Durchführung sehr gut. Studien zeigen, dass etwa 70-80% der Patienten mit CMD durch eine Schienentherapie eine deutliche Symptomlinderung erfahren. Bei vielen Betroffenen verschwinden die Beschwerden sogar vollständig. Besonders wichtig für den Erfolg sind die exakte Diagnostik, die präzise Anpassung der Schiene und die konsequente Mitarbeit des Patienten.

Die Langzeitprognose hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn strukturelle Ursachen wie Zahnfehlstellungen oder defekter Zahnersatz behoben werden, sind die Erfolge meist dauerhaft. Bei stressbedingten Funktionsstörungen kann es jedoch zu Rückfällen kommen, wenn die psychischen Belastungen fortbestehen. Eine ganzheitliche Behandlung, die auch Stressmanagement und Verhaltensänderungen einschließt, verbessert die Langzeitprognose erheblich.

Nachsorge und Stabilisierung

Nach erfolgreicher Schienentherapie ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig, um das Behandlungsergebnis zu sichern. Bei der CMD-Therapie wird die Schiene oft noch über Monate als Erhaltungsschiene weiter getragen, allerdings mit reduzierten Tragezeiten. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass keine neuen Probleme auftreten. Im Rahmen unserer Prophylaxe-Programme überwachen wir langfristig die Gesundheit Ihres Kausystems.

Bei der kieferorthopädischen Schienentherapie ist die Retentionsphase entscheidend. Nach Abschluss der aktiven Behandlung müssen die Zähne in ihrer neuen Position stabilisiert werden, da sie sonst wieder zurückwandern können. Hierfür werden spezielle Retainer-Schienen nachts getragen oder feste Retainer hinter den Zähnen befestigt. Diese Stabilisierungsphase dauert mindestens mehrere Monate, oft sogar Jahre.

Häufig gestellte Fragen zur Schienentherapie

Die Dauer der Schienentherapie hängt von der Indikation ab. Bei einfachem Zähneknirschen kann eine Knirscherschiene jahrelang getragen werden. Eine CMD-Schienentherapie dauert aktiv etwa 6-12 Monate, gefolgt von einer Stabilisierungsphase. Die kieferorthopädische Aligner-Schienentherapie benötigt je nach Fehlstellung 2-18 Monate.

Die Schienentherapie selbst ist nicht schmerzhaft. In den ersten Tagen kann ein leichter Druck oder Muskelkater auftreten, was zeigt, dass die Schiene wirkt. Diese Beschwerden verschwinden normalerweise schnell. Wenn die Schiene dauerhaft Schmerzen oder Druckstellen verursacht, muss sie nachjustiert werden.

Ja, Schienentherapie ist auch bei Kindern möglich, allerdings mit Einschränkungen. Im Wachstumsalter müssen Schienen besonders sorgfältig angepasst werden, um das Kieferwachstum nicht zu behindern. Kieferorthopädische Schienen werden bei Kindern häufig eingesetzt, therapeutische Schienen bei CMD eher selten.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei der Diagnose Bruxismus die Kosten für eine einfache Knirscherschiene etwa alle zwei Jahre. Erweiterte Funktionsanalysen und adjustierte CMD-Schienen sind keine Kassenleistung und müssen privat bezahlt werden. Zahnzusatzversicherungen übernehmen oft einen Teil dieser Kosten.

Therapeutische Schienen sind nicht dafür ausgelegt, Zähne dauerhaft zu verschieben, können aber bei langem Tragen zu minimalen Veränderungen führen. Kieferorthopädische Aligner-Schienen sind speziell dafür konzipiert, Zähne kontrolliert zu bewegen. Nach Absetzen einer CMD-Schiene kann es zu temporären Bissveränderungen kommen, die sich normalerweise schnell wieder ausgleichen.

Bei der aktiven CMD-Schienentherapie sind Kontrollen etwa alle 4-6 Wochen notwendig, um die Schiene anzupassen und den Therapiefortschritt zu überprüfen. Bei Knirscherschienen reichen halbjährliche Kontrollen. Die Aligner-Schienentherapie erfordert je nach System Kontrollen alle 6-10 Wochen.

Individuell angefertigte Zahnschienen für Schienentherapie

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Eine individuell angepasste Schienentherapie kann Ihre Lebensqualität deutlich verbessern und langfristige Schäden am Kausystem verhindern.

In der Zahnarztpraxis am Senser Platz in Lörrach verfügen wir über langjährige Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen. Wir nehmen uns Zeit für eine umfassende Diagnostik und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept. Profitieren Sie von modernster Technik, präziser Schienenherstellung und ganzheitlicher Betreuung.

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Externe Informationsquellen:

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